Im Alltag

Sie möchten Menschen in ärmeren Ländern helfen, haben aber wenig Zeit und möchten nicht spenden? Kein Problem, denn es gibt viele Möglichkeiten sich im oftmals hektischen Alltag für die Entwicklungszusammenarbeit zu engagieren.

Ökologischer Fussabdruck

Nach der Theorie des ökologischen Fussabdrucks verbrauchen die sogenannten Industrieländer im Schnitt mehr Ressourcen als andere Länder und vor allem mehr, als die Erde langfristig bereitstellen kann. Dadurch verstärkt sich der Klimawandel und die Menschen im globalen Süden haben jetzt schon mit Dürren und Überschwemmungen zu kämpfen. Wenn Sie etwas für den Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen besonders der Menschen im globalen Süden tun möchten, dann helfen Sie mit, dem Klimawandel entgegenzuwirken, indem Sie Ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren, also Energie sparen, Ihren Strom aus alternativen Energiequellen beziehen etc.. Wie Sie Ihren individuellen ökologischen Fussabruck berechnen und dann reduzieren können, sehen Sie z.B. hier: fussabdruck.de oder footprint-deutschland.de. Sie können Ihren ökologischen Fussabdruck auch durch eine Spende kompensieren, mit der erneuerbare Energien ausgebaut werden und dadurch Kohlendioxid eingespart wird www.atmosfair.de.

Agenda 2030 und fairer Handel

Auch die Agenda 2030  möchte neben der Verbesserung der Situation im globalen Süden  vor allem die Strukturen und Verhaltensweisen der Menschen im globalen Norden so umgestalten, dass der globale Süden nicht darunter zu leiden hat. Dazu postuliert die Agenda 2030 ein umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, damit die Energie-, Wirtschafts-  und Agrarpolitik nachhaltiger gestaltet wird. Jeder kann daran mitarbeiten. So können Sie im Alltag durch eine nachhaltige Lebensweise mithelfen oder z.B. faire Produkte kaufen:

 

Dann kaufen Sie Produkte, die unter fairen und ökologischen Bedingungen hergestellt wurden. Dabei werden beispielsweise die Rohstofflieferanten und Arbeiter angemessen bezahlt, die Umwelt wird geschont und es findet kein Raubbau an natürlichen Ressourcen statt.

 

Typische Faire Produkte sind z.B. Blumen, Kaffee, Kakao, Schokolade, Baumwollkleidung, Früchte etc.. Es gibt verschiedene Fair Trade Siegel wie z.B. Fair Trade DeutschlandGEPAContigo u.a.. Diesen Labeln liegen unterschiedliche soziale  und ökologische Kriterien zu Grunde z.B. werden die Produkte unter Kriterien des Arten-, Umwelt- und Tierschutzes hergestellt und die Hersteller werden fair bezahlt, sodass sie ihre Lebensbedingungen verbessern können. Fair gehandelte Produkte sind die, die ein solches Siegel tragen sowie alle Produkte von Eine-Welt-Läden. Einen Überblick über die wichtigsten Fair Trade Siegel finden Sie unter eatsmarter.de. Unter forum-fairer-handel.de finden Sie Infos rund um das Thema Fairer Handel.

 

Unter fairerhandel-aktuell.de finden Sie online Shops für nachhaltige, Fair Trade und Bio Produkte. Die bekanntesten Fair Trade Marken sind z.B. gepa-shop.de oder contigo.de. In der Produktdatenbank von fairtrade-deutschland.de kann man sehen, welche fair gehandelten Produkte in Deutschland erhältlich sind und in welchen Geschäften/Supermärkten man sie kaufen kann. 

 

Für den Kleiderkauf im Rahmen von Fairtrade sind das Textilsiegel Global Organic Textile Standard (GOTS), das Fairtrade-Siegel und das der Fair Wear Foundation die wichtigsten Siegel. Eine Übersicht über faire Kleidung in Läden und Onlineshops findet man hier: fair-trade-kleidung.com, denn am ehesten wird man in den Onlineshops fündig. Informationen zu fair gehandelten Teppichen gibt es beim Nord-Süd Forum München und bei goodweave.

 

Man kann auch eine Fair Trade Patenschaft übernehmen und so z.B. einen Kaffeebauer im Ausland gezielt unterstützen und regelmässig dessen Kaffee zugeschickt bekommen gepa-shop.de. Ihr Geld fair anlegen können Sie unter zum Beispiel bei Oikocredit. Sie können auch z.B am Arbeitsplatz fair gehandelten Kaffee trinken oder in der Schule einen Fair-O-Mat aufstellen forum-fairer-handel.de.

 

Nachwuchskräfte im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel können unter fairtrade-deutschland.de an einem Wettbewerb der Nachhaltigkeit mitmachen.

 

Als Unternehmen sieht man z.B. unter fairtrade-deutschland.de, wie man Fair Trade Partnerfirma werden kann.

 

Und auch unter Caritas finden Sie Anregungen für eine gerechtere Welt z.B. durch bewußtes Einkaufen, Strom sparen und einem fairen Umgang mit Flüchtlingen und Arbeitsmigranten.

Mitmachen im Urlaub

Wenn Sie in Ihrem Urlaub nachhaltig reisen möchten und Urlaub und soziales Engagement miteinander verbinden möchten, so können Sie in Ihrem Urlaub im Ausland als Freiwilliger in einem Projekt mitarbeiten. Unter freiwilligenarbeit.de oder stiftung-fuer-helfer.de können Sie das passende Projekt finden. Die Seiten geben einen Überblick über Projekte ohne deutsche Entsendeorganisation, damit auch diese in Deutschland sichtbar werden und Unterstützung bekommen können.


Auch das BMZ gibt einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten in der Entwicklungszusammenarbeit mitzumachen.