Im Alltag

Sie möchten unsere Erde erhalten, haben aber wenig Zeit? Kein Problem, denn gerade im Umweltschutzbereich gibt es die besten Möglichkeiten sich trotz eines oftmals hektischen Alltags zu engagieren. Sie finden weiter unten eine Auswahl an Themen und jeweils am Schluss Anregungen, wie Sie diese im Alltag ganz nebenbei unterstützen können. Viel Spaß beim Stöbern!

Klimawandel

 

Der Klimawandel betrifft uns alle. In den südlichen Ländern haben die Menschen mit Dürre und einem Anstieg des Meeresspiegels zu tun. In den nördlichen Ländern werden die Menschen von Überschwemmungen und Wirbelstürmen heimgesucht. Den Klimawandel ganz verhindern können wir nicht mehr, wohl aber die schlimmsten Folgen abwenden, wenn wir jetzt handeln. Dazu müssten wir die Verbrennung fossiler Energie und den Ausstoß von Kohlendioxid vermindern. Mehr dazu schreibt zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung zur Studie des Umweltbundesamts vom 13.4.2014 "Klimaneutrales Deutschland bis 2050 möglich".

 

Was können wir tun?

  • Wir können öfter auf Flugzeug und Auto verzichten und mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
  • Wir können Strom sparen und unseren Strom aus alternativen Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser etc.) beziehen.
  • Auch das Einkaufen von saisonalen und regionalen Lebensmitteln und eine Verminderung des Fleischkonsums gehören dazu.
  • Mehr finden Sie z.B. unter Greenpeace die-zehn-wichtigsten-tipps-was-sie-fuer-das-klima-tun-koennen. Unter NABU selbstaktivwerden finden Sie vom Naturschutzbund Deutschland e.V. vorgestellte 77 Klimaschutz-Tipps oder können in einem virtuellen Laden einkaufen und schauen wieviel Kohlendioxid Sie wie verbrauchen und dementsprechend in Zukunft einsparen können.
  • Tipps zum umweltfreundlichen Reisen finden Sie z.B. bei atmosfair.de. Hier können Sie auch nach einem Flug den Kohlendioxidausstoss, den Sie verursacht haben, durch eine Spende kompensieren, mit der erneuerbare Energien ausgebaut werden und dadurch Kohlendioxid eingespart wird. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit sich bei Ihrem Reiseunternehmen nach CO2 neutralen Reisen zu erkundigen.

Biologische Vielfalt in Wäldern und Meeren

 

Wälder sind nicht nur ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten, sie sind auch für den Menschen wichtig, denn sie binden Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und regulieren das Klima. Doch sowohl Urwälder im Ausland als auch natürliche Wälder in Deutschland sind durch Abholzung für die Landgewinnung oder zur Papierherstellung gefährdet und werden Stück für Stück dezimiert.

 

Was können wir tun? Sparen Sie Papier, kaufen Sie Recycling-Papier mit dem blauen Engel und achten Sie auf das Siegel FSC (Forest Stewardship Council) zur nachhaltigen Waldnutzung.

 

Die Meere sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten, sie regulieren das Klima und produzieren durch Plankton einen Großteil des Sauerstoffs, den wir atmen. Doch durch Überfischung, globale Erwärmung und Vermüllung gefährden wir die Ozeane. Deshalb fordern Umweltschützer Meeresschutzzonen einzurichten, der globalen Erwärmung entgegenzuwirken und die Fischerei und Ausbeutung der Meere nachhaltiger und ökologisch verträglicher zu gestalten.

 

Was können wir tun?

 

  • Wir können kein bzw. weniger Fisch essen oder Fisch aus bio-zertifizierten Aquakulturen oder aus nachhaltiger Fischerei kaufen z.B. mit dem Siegel „MSC" (Marine Stewardship Council) oder "Friends of the Sea".
  • Wir können durch Stromsparen, den Bezug von Energie aus erneuerbaren Energien und das Nutzen von Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln die globale Erwärmung reduzieren.
  • Und wir können soviel anorganischen Müll wie möglich vermeiden.

Landwirtschaft

 

Werden in der Landwirtschaft Pestizide und Gentechnik eingesetzt oder durch Monokultur und Urwaldrodung die natürlichen Ressourcen ausgebeutet, dann gefährdet der Mensch seine Lebensgrundlage der Zukunft. Ziel des Umweltschutzes ist daher eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft.

 

Sie können mitmachen. Kaufen Sie Bio-Lebensmitte oder Produkte aus der Region sowie saisonale Produkte.

Müll

 

Haushalte, Industrie und Energiegewinnung wie z.B. Atomkraft verursachen große Mengen an gefährlichem Müll, der unsere Lebensräume Wasser, Boden und Atmosphäre verseucht und zur globalen Erderwärmung beiträgt. Und die Ressourcen werden immer knapper, wenn wir weiterhin soviel produzieren und wegwerfen.

 

Was können wir tun?

  • Wir können versuchen unseren Haushaltsmüll zu reduzieren, indem wir z.B. eher unverpackte oder nicht so aufwändig verpackte Produkte oder Mehrwegprodukte und Nachfüllpackungen kaufen.
  • Es hilft auch, mit Einkaufstasche einkaufen zu gehen und Plastiktüten zu vermeiden.
  • Müll wird auch reduziert, wenn man Dinge mehrfach verwendet, kaputte Dinge repariert statt gleich neue zu kaufen, oder gebrauchte statt neue Sachen kauft z.B. im Second-Hand Laden, auf Flohmärkten oder Internet-Tauschbörsen (wie zum Beispiel dem Tausch- und Verschenkmarkt, den es in vielen Städten gibt).
  • Und es reduziert den Hausmüll gewaltig, wenn man Biomüll gesondert sammelt oder sogar selbst kompostiert. Man kann auch versuchen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen, indem man nicht mehr benötigte Lebensmittel verschenkt, siehe zum Beispiel foodsharing.de.
  • Mehr Ideen, um den eigenen Haushaltsmüll zu reduzieren, finden Sie z.B. unter 10-tipps-wie-du-mull-reduzieren-kannst oder nachhaltig-leben.de oder abfallberatung (ganz unten auf der Website).

Nachhaltiger Lebensstil

 

Wenn man viele der oben genannten Maßnahmen im Alltag lebt, so pflegt man einen nachhaltigen Lebensstil. Auch dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie man mitmachen kann:

 

Was können wir tun?

  • Sie können sich in Repair-Cafes engagieren, indem Sie zusammen mit anderen Menschen beschädigte Gegenstände reparieren statt sie wegzuwerfen und neue zu kaufen. Einen Überblick über Repair-Cafes in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel unter Repaircafe.
  • Sie können auch Bücher, Gartengeräte, Werkzeug und andere Gegenstände des täglichen Lebens in sogenannten Leihläden ausleihen, statt sie zu kaufen und wieder wegzuwerfen, wenn Sie sie nicht mehr brauchen. In vielen Städten heißen die Leihläden "Leila", geben Sie einfach mal "Leihladen" oder "Leila" zusammen mit Ihrem Wohnort in Ihre Internet-Suchmaschine ein.
  • Sie können sich auch bei der Transition-Town-Bewegung engagieren für eine postfossile relokalisierte Wirtschaft. Dazu gehört beispielsweise das Urban Gardening. Dabei können Sie kleine städtische Flächen für den Anbau von Lebensmitteln nutzen. Das verringert Transportwege und ermöglicht die direkte Nutzung von Abwässern und kompostierbaren Abfällen in der Stadt. Mehr dazu zum Beispiel unter stadtacker. Außerdem können Sie die regionale Landwirtschaft unterstützen und Transportwege verringern, indem Sie durch die Solidarische Landwirtschaft als Verbraucher eine Partnerschaft mit einem Landwirt eingehen. Infos dazu finden Sie unter anderem unter Solidarische Landwirtschaft e.V..

Ökologischer Fussabdruck

 

Der ökologische Fussabdruck ist eine Theorie, die zeigen soll wieviel Fläche nötig ist, um den Lebensstandard eines Menschen oder eines Landes zu gewährleisten. Die Theorie zeigt, dass die Menschheit insgesamt und vor allem die reichen Industrienationen, wenn sie so weitermachen wie bisher, in Zukunft mehr Fläche brauchen, als die Erde bietet. Damit ist die Theorie des ökologischen Fussabdrucks ein Appell nachhaltiger zu leben. Wie Sie Ihren individuellen ökologischen Fussabruck berechnen und dann reduzieren können, sehen Sie z.B. bei footprint-deutschland.de oder fussabdruck.de. Sie können Ihren ökologischen Fussabdruck auch durch eine Spende kompensieren, mit der erneuerbare Energien ausgebaut werden und dadurch Kohlendioxid eingespart wird atmosfair.de/.

Nachhaltiger Tourismus

 

Sie können auf Ihrer Urlaubsreise die Umwelt schonen und die Kultur vor Ort respektieren durch nachhaltigen oder sanften Tourismus. Mehr dazu z.B. unter traverdo.de.

 

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Noch mehr allgemeine Ideen, wie Sie in Ihrem Alltag die Umwelt schonen können, sehen Sie z.B. in den Broschüren des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit oder beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland oder auch beim World Wide Fund For Nature. Und auch unter Caritas finden Sie Anregungen für den Klimaschutz und eine gerechtere Welt z.B. durch bewußtes Einkaufen und Strom sparen.